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Leben im Dorf halten

Nachricht vom
28.05.2010

Südliches Paderborner Land setzt auf gemeinsames Flächenmanagement

Von Hans Büttner
Altkreis Büren (WV). Die Dörfer des Südlichen Paderborner Landes sollen lebendig und liebenswert bleiben. Das wollen die Mitgliedskommunen Büren, Bad Wünnenberg, Lichtenau, Salzkotten und Borchen mit einem gemeinsamen Flächenmanagement erreichen.

Das Konzept, das mit EU-Mitteln gefördert wird, haben die Regionalmanager Iris Freitag und Hans-Jürgen Altrogge jetzt in Thüle vorgestellt.
»Die Bevölkerung wird immer älter, der Mobilitätsbedarf steigt, die Grundversorgung weicht aus den Dörfern«, brachte Salzkottens Bürgermeister Michael Dreier die Probleme auf den Punkt. Die seien zwar im Südlichen Paderborner Land noch nicht so weit fortgeschritten wie andernorts. Doch genau das, habe den Ansporn gegeben, das Projekt zeitig zu starten.
Die Macher des Konzepts um Hans-Jürgen Altrogge und Iris Freitag haben unter Beteiligung der Bürger Stärken und Schwächen analysiert und die Ergebnisse zusammengefasst.
Daraus sollen sich die Leitlinien für die künftige Entwicklung ergeben. Dabei geht es unter anderem um Standortmarketing, den Strukturwandel der Landwirtschaft und Leerstände.
Einige Dörfer und Städte haben bereits erste Projekte realisiert. Als ein Beispiel nannte Michael Dreier den Hof Sonntag in Thüle, der zu einem Bauernhof-Kindergarten umgebaut wurde.
»Wir haben nicht nur alle Leerstände analysiert, sondern auch festgestellt, wie viele Personen in den Häusern wohnen und in welchem Alter sie sind«, erläuterte Altrogge. Dabei kam auch heraus, dass oft der Schein trügt. »Wir waren in Dörfern, von denen wir glaubten, dass dort bereits große Problem herrschten, doch dem war nicht so.« Als Beispiel nannte er Barkhausen, wo es kaum Leerstände gebe, keine Überalterung festzustellen sei und mehr Schützen als das Dorf Einwohner habe.
Bevor neue Bauflächen ausgewiesen werden, sollte geprüft werden, ob nicht besser Leerstände im Ortsbereich genutzt werden könnten, lautet ein Ratschlag des Konzepts. Dabei könnten nach Meinung des Bad Wünnenberger Bürgermeisters Winfried Menne auch alte Gebäude abgerissen werden, um dann auf den gewonnenen Freiflächen neue Häuser in den Dorfzentren entstehen zu lassen.
Bei leerstehenden Gebäuden sollte auch eine Umnutzung zum Gewerbebetrieb überlegt werden. »Hier gibt es oft hervorragende Möglichkeiten«, weiß Altrogge. Auch die Vermarktung heimischer Produkte biete Chancen. Bei allem gelte, so Dreier: »Es geht nur mit den Bürgern.«

Artikel vom 28.05.2010 / Westfälisches Volksblatt


Den ausführlichen Flächenbericht 2009 finden Sie hier als PDF zum Download -

Hier geht's zur PDF.


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